Der Bund investiert kräftig in die Zukunft der kommunalen Sportinfrastruktur: Mit dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ werden erstmals in diesem Jahr deutschlandweit 333 Millionen in die Sanierung und den Umbau von kommunalen Sportanlagen bereitgestellt.
Aus der ersten Tranche der sogenannten „Sportmilliarde“ fließen insgesamt knapp 17,4 Millionen Euro nach Rheinland-Pfalz. Das hat der Haushaltsausschuss am 22. April 2026 beschlossen. Die größte Einzelsumme in Rheinland-Pfalz erhält der Ersatzneubau der Hauptbühne im Stadion Oberwerth in Koblenz mit der maximalen Fördersumme von 8 Millionen Euro. Insgesamt profitieren vierzehn Sportstätten in Rheinland-Pfalz, darunter auch die Sanierung des Waldschwimmbades in Eisenberg und die Stadionsanierung in Wörth.
Bereits im Herbst 2025 hatte der Bund den Start des Förderprogramms angekündigt. Mit einem Gesamtvolumen von 333 Millionen Euro geht nun die erste Förderrunde der Sportmilliarde an den Start. Kommunen, Gemeinden und Landkreise konnten sich bis 15. Januar 2026 mit einer Interessensbekundung bewerben, um ihre Sportstätten, darunter Sport- und Freianlagen, Sporthallen, Kombisportanlagen, Hallen- und Freibäder, fit für die Zukunft zu machen.
Misbah Khan, stellvertretende Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion, ist erfreut über den Start des Förderprogramms: „Sport ist Lebensqualität, und braucht verlässliche Infrastruktur. Viele kommunale Sportstätten sind seit Jahren sanierungsbedürftig und Kommunen stehen finanziell unter Druck. Die Bundesförderung setzt daher ein wichtiges Signal für den Breitensport in Deutschland. Sie schafft moderne und sichere Orte für Vereine und Schulen und stärkt damit Vereinsleben, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Die außerordentlich hohe Nachfrage zeigt, wie groß der Investitionsbedarf in kommunale Sportinfrastruktur ist. Die rund 3.600 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 7,5 Mrd. Euro standen 333 Mio. Euro gegenüber. Kommunen, die nicht berücksichtigt wurden, haben die Option, sich beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen nach Gründen zu erkundigen. Außerdem läuft aktuell noch der Förderaufruf „SKS-Schwimmbäder“, ein Sonderprogramm mit 250 Mio. Euro speziell für Schwimmbäder. Für Herbst 2026 ist ein zweiter Förderaufruf für das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ geplant mit weiteren 333 Mio. Euro.